
„Ich schlage das Dreifache auf“ ist der am häufigsten wiederholte und am meisten missverstandene Satz im Einzelhandel. Dreimal was? Auf den bezahlten Preis oder auf den ausgezeichneten Preis? Mit oder ohne Mehrwertsteuer? Diese Fragen entscheiden darüber, ob am Ende des Monats überhaupt etwas übrig bleibt. Hier ist die vollständige Rechnung, inklusive der Kosten, die fast jeder vergisst.
Der neu laden Es wird anhand der Kosten gemessen: Man zahlt 2 Euro, verkauft für 6, hat also dreimal wieder aufgeladen. Marge Die Berechnung erfolgt anhand des Umsatzes: Bei diesen 6 Euro beträgt die Marge 4, also 67 %. Diese Verwechslung ist ein klassischer Fall von Selbstüberschätzung: Ein Aufschlag von 100 % (von 2 auf 4) erscheint viel, entspricht aber einer Marge von 50 %, und davon müssen noch Miete, Personal und alle anderen Kosten abgezogen werden. In unserem Katalog zeigt jede Karte die Unverbindliche Preisempfehlung Die Rechnung ist bereits berechnet, daher wird sie vor der Bestellung erstellt, nicht danach.
Der im Laden angezeigte Preis enthält die Mehrwertsteuer; Ihr tatsächlicher Gewinn ergibt sich aus dem Preis geteilt durch 1,22. Ein Artikel im Wert von 5 € im Regal ist für Sie 4,10 € wert. Berechnet man die Marge auf Basis des Preises inklusive Mehrwertsteuer, erhält man 18 % Umsatz, die man nie erzielt hat. Dies ist der häufigste Fehler, den wir bei manuellen Berechnungen feststellen.
Neben dem Kaufpreis fallen Kosten für Versand, Etikettierung und Umverpackung, beschädigte oder verloren gegangene Ware sowie Schlussverkäufe an. Bei Produkten unter 10 € sind diese Kosten nicht zu vernachlässigen: Sie entscheiden über eine gesunde Gewinnspanne. Faustregel: Wenn ein Artikel nicht einmal den dreifachen Aufschlag verkraftet, muss er einen triftigen Grund haben, im Regal zu bleiben – er lockt Kunden an, ergänzt eine Produktkategorie oder lässt sich gut mit anderen Artikeln kombinieren. Andernfalls ist die Arbeit umsonst.
Unter 10 € rechnet der Kunde nicht: Er orientiert sich an Preisstufen wie 1,50 €, 2,90 €, 4,90 €, 6,90 € und 9,90 €. Ein Artikel für 5,40 € verkauft sich schlechter als der gleiche Artikel für 4,90 € und manchmal sogar schlechter als für 5,90 €, weil er keiner dieser Stufen zugeordnet werden kann. Wählen Sie daher zuerst die Preisstufe und prüfen Sie anschließend, ob die Gewinnspanne passt – nicht umgekehrt. Passt sie nicht, ist das Produkt nicht für Ihr Geschäft geeignet.
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Nein, es ist nur eine Orientierungshilfe: Sie entscheiden. Es hilft Ihnen, vor der Bestellung sofort zu sehen, wie viel Spielraum Ihnen noch bleibt, ohne jeden Artikel einzeln neu berechnen zu müssen.
Für Produkte unter 10 € ist dies ein guter Ausgangspunkt, aber keine gesetzliche Vorgabe. Bekannte Artikel werden weniger stark reduziert, da der Kunde ihren Preis kennt; bei Einzelstücken ist mehr Spielraum.
Versuchen Sie zunächst, das Objekt zu versetzen: Oftmals steht es am falschen Platz. Bleibt es nach dem Versetzen an Ort und Stelle, reduzieren Sie den Wert und schließen Sie den Verkauf ab: Der Platz ist mehr wert als die erhoffte Gewinnspanne.